Was ist Osteopathie?
In den 1870er Jahren entwickelte der US- amerikanische Arzt Andrew Taylor Still mit der Osteopathie einen sanften manuellen Behandlungsansatz. Seither hat sich die Methode in Europa, den USA und anderen Teilen der Weltumfassend weiterentwickelt.
Osteopathie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz. Für Diagnose und Behandlung nutzt die Osteopathie ausschließlich die Hände. Dabei stehen der Bewegungs- und Stützapparat, die inneren Organen sowie Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein im Mittelpunkt.
Durch sanftes Abtasten werden Spannungen und Bewegungseinschränkungen im Gewebe erspürt. Ziel der Behandlung ist es, Bewegungsstörungen zu lösen und die Selbstregulationskräfte des Körpers zu unterstützen.
Find it, fix it, leave it alone
Andrew T. Still
Parietale Osteopathie
Bewegungsbeschwerden lindern
Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit dem Bewegungs- und Stützapparat. Sie wird häufig bei Beschwerden wie Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen, Bandscheibenproblemen oder auch nach Verstauchungen eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehen. Durch manuelleTechniken werden Spannungen gelöst und mögliche Ursache- und Folge-Ketten berücksichtigt.
Viszerale Osteopathie
Beweglichkeit der Organe fördern
Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit den inneren Organen und deren Beweglichkeit im Bauch- und Brustraum. Sie kann beispielsweise bei Beschwerden im Verdauungs-, Harnwegs- und Atemwegssystems unterstützend eingesetzt werden. Durch sanfte Mobilisation wird die natürliche Beweglichkeit der Organe gefördert.
Kraniosakrale Osteopathie
Sanfte Impulse für das Nervensystem
Die kraniosakrale Osteopathie konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Kreuzbein, Wirbelsäule und Schädel. Sie gilt als besonders sanfte Form der osteopathischen Behandlung. Im Mittelpunkt stehen das zentrale Nervensystem sowie die feinen Bewegungen und Spannungsverhältnisse innerhalb dieser Strukturen.
Für jede Lebensphase
In der osteopathischen Therapie wird jeder Mensch individuell betrachtet.
Der Körper wird als Einheit verstanden, in der alle Strukturen miteinander verbunden sind.
Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen aufzuspüren, Spannungen zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen. Deshalb kann Osteopathie Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen begleiten – bei akuten oderchronischen Beschwerden, in jungen Jahren ebenso im höheren Alter.